Was bringt Twitter?
Fast jeden Tag fragt mich ein Kunde danach. Und ich muss jedes Mal sagen, dass es nicht pauschal zu beantworten ist.
Sucht Jemand ein Medium oder einen Kanal, um einen Dauerbeschuss mit seiner Werbung zu veranstalten, dann ist er bei Twitter falsch. Es gibt zwar die besonders Hartgesottenen, die das nun schon länger durchhalten. Alle Achtung. Doch schaut man mal in die Follower-Liste der Dauerwerber, sieht man schnell, was da los ist. Alles aufgesammelt, was nicht bei 3 auf den Zwitscher-Bäumen ist. Werden diese Auto-Follower-Maschinen irgendetwas kaufen? Doch wohl eher nicht.
Doch wozu dann Twitter?
Twitter ist EIN Baustein im gesamten Social Media Geflecht. Mit Twitter kann ich mich enorm schnell bekannt machen, nicht nur in Twitterkreisen. Die Tweets schwirren durch Netz und erreichen nicht selten super Plätze in den Suchmaschinen. Allerdings sind sie auch schnell wieder weg. Und es kommt darauf an, was gepostet wird und welche Links gesetzt werden. Kann auch mal ganz schnell in eine falsche Schublade führen.
Doch mal von den Suchergebnissen abgesehen, ergeben sich über die direkten Kontakte Empfehlungen und nicht zuletzt auch Anfragen und Aufträge. Wer hofft, dass dies von heute auf morgen geht, den muss ich enttäuschen. Wie auch im realen sozialen Umfeld erfolgt erst das Beschnuppern, das Herantasten, Bekanntwerden, Antesten und irgendwann ein direkter „Kauf“. Egal ob nun ein Produkt oder eine Dienstleistung.
Twitter ist ein Teil, um sich eine positive Reputation aufzubauen. Nicht mehr und nicht weniger.
Es ist noch ein wenig mehr für diejenigen, die direkt mit dem Online- Geschäft arbeiten. So z.B. ist es ein ideales und direktes Medium, um bestimmte Bereiche zu testen. Wie eben ein Testen von Schlagzeilen. Gerade 140 Zeichen zwingen zum Kurzfassen. Ist ein Link dabei, sind es noch weniger Zeichen. Und genau in diesen Rahmen muss ich meine Botschaft rein bringen. Zwar gibt es Möglichkeiten auch längere Texte zu posten, doch das ist etwas anderes. Ich finde, es ist gar nicht schwer, sich auf diese Zeichenzahl zu beschränken.
Letztens wurde ich von Thomas Kilian gefragt, was wäre, wenn es morgen Twitter nicht mehr geben würde. Tja, dann würde die Welt nicht untergehen. Twitter ist nur ein Baustein und es wäre auch falsch, alles nur auf Twitter zu setzen. Denn als alleiniges Marketinginstrument würde ich niemals auf Twitter bauen. Wohlbemerkt als alleiniges Mittel. Und sollte Twitter verschwinden, wird es Alternativen geben. Da bin ich mir sicher.
In den nächsten Beiträgen werde ich näher auf weitere Bausteine des Social Media Geflechts eingehen. Alles Bausteine, die ich selbst nutze und somit an Hand meiner Erfahrungen sagen kann, was Sinn macht, welche Arbeitserleichterungen möglich sind und vorallem was zur aktiven Kundengewinnung von Vorteil ist und wovon man besser die Finger lässt, weil es nur ein Zeitdieb ist.
Hier noch ein Foto von Mallorca, wo ich mich letzte Woche mit lieben Freunden getroffen habe. Alles Bekanntschaften, die übers Internet entstanden sind.
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